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- achtern -
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Allee was hinter der Schiffsmitte liegt ist achtern. Zur Orts- und Richtungsbestimmung wird ebenfalls dieser Begriff verwendet, z.B. 2
Strich achterlicher als dwars (quer), Diese Bezeichnung ist noch heute üblich.
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- alt backsch -
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War an Bord ein naseweiser Mensch, jemand der alles besser wusste. Bis zur Jahrhundertwende gebräuchlich gewesen.
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- der Alte -
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Ist die seit Jahrhunderten übliche Bezeichnung für den Kapitän
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- das Auge -
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Ist die runde oder ovale Öffnung im Teil des Schiffskörpers bzw. eines Zubehörteils. Es wird z. B. in ein Tampen ein Auge
eingespleißt, ein Schiffsfenster ist ein Bullauge (Bulleye), auch bei festgeschweißten Ösen an Deck oder auf den Schanzkleid handelt es sich um Augen.
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- der Baas -
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So wurde ein Herr oder Meister bezeichnet. Es gibt den Schlafbaas, das ist ein Logierwirt in einer Hafenstadt oder auch den Heuerbaas der
als Vermittler arbeitete
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- die Back -
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Eigentlich heißt Back Rücken oder Hinterteil. Heute ist es ein international bekannter Seemannsausdruck der überhöhtes Deck auf dem
Vorschiff, einen Tisch in der Kammer (Unterkunft) und die auf dem Tisch stehende Speiseschüssel als Back bezeichnet. Aus Back entstand das Backbord. Backbord ist ein von den Wikingern überlieferter
Begriff, die ihre Schiffssteuereinrichtung (Ruder) auf der rechten Seite des Achterschiffes hatten – an Steuerbord. Während der Rudergänger am Ruder stehend Blick nach Steuerbord hatte, zeigte
sein Rücken (Back ) nach links – Backbord. In Deutschland wurde diese Art des Ruders bis zum 13. Jahrhundert beibehalten. Konstruktiv bedingt konnten diese Schiffe nur an ihrer Backbordseite
festmachen weil sie sonst ihr Ruder beschädigen würden. So wurde aus Backbord Hafenseite (englisch portside). Daraus entstand das heute international übliche ”port“ und
“starboard“.
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- der Badegast -
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War (ist) ein Mitreisender der nicht in den Schiffsbetrieb integriert ist; Bei der DDR-Volksmarine und der BRD-Marine wurden bzw. werden
noch die Berufsbezeichnungen wie Signalgast, Pumpengast, Bootsgast u.s.w. verwendet.
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- Ballast -
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Ist einerseits nutzlose Ladung, andererseits notwendige Last zur Verbesserung der Schiffsstabilität. Früher wurden Sand, Steine und
Eisenstücke verwendet, heute fährt man ausschließlich Seewasser als Ballast. Als Ballast wird auch freundlich, spöttisch ein nutzloser Mensch bezeichnet», der nur im Wege steht.
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- das befahrende Volk
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Ist eine veralterte Bezeichnung für Berufsseeleute. Dazu ein Zitat des Kapitäns Nettelbeck aus der Zeit 1821-1823: „... nur zwei
darunter waren befahrende Matrosen, während die übrigen kaum wußten, was auf dem Schiffe hinten und vorne war ...“. Da kann man nur sagen, diese Aussage trifft auch heute noch oft zu.
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- Buddelschiffe -
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Der Buddelschiffbau hat eine nahezu 300 Jahre alte Tradition und erlebte seine Blüte Mitte und zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das
war die Zeit als die Segler die größten Reisen unternahmen. Jan Maat hatte da genügend Zeit, seinen Neigungen nachzugehen. Lange Zeit umgab den Buddelschiffbau so etwas wie ein Geheimnis. Die Mär,
dass es eine Flüssigkeit geben soll, die die Hände so geschmeidig macht, dass dieselben mühelos in den Flaschenhals einer Rum-Köhmbuddel gleiten kann, fand schon so manchen gläubigen Zuhörer, wie
vieles was nur Seemannsgarn ist, geglaubt wird, während wahre Begebenheiten und Tatsachen ungläubig abgelehnt werden.
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- Ende -
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Fast alle Leinen an Bord werden von Seemann so bezeichnet. Festmacher-, Verhol- und Schleppleinen sind keine Enden, von größeren
Durchmessern an heißen sie Trossen. Jedes Ende hat seinerseits zwei Enden, die Tampe, Tampen wird auch jedes kurze Ende genannt.
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- Etmal -
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Die im Verlaufe eines Tages, von Mittagsbesteck zu Mittagsbesteck zurückgelegte effektive Wegstrecke ist das Etmal. Besteck ist der Ort
eines Schiffes bezogen auf Längen- und Breitengrad. Da früher nur einfache Hilfsmittel zur Ortsbestimmung zur Verfügung standen, traten oft größere Differenzen auf. Die Kapitäne von einander
begegneten Schiffen tauschten mit dem Ruf „Woans steint din Bestick?“ gegenseitig ihre Koordinaten aus. Bei größeren Fehleinschätzungen sprach die Mannschaft von einem
„Kombüsenbesteck“.
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- Flaschenpost -
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Ist eine Form der Nachrichtenübermittlung auf See, in der Hoffnung, dass die Flasche irgendwo, irgendwann von irgendjemanden aus dem
Wasser gefischt wird und dem Schreiber Hilfe zuteil wird. Der Begriff entstand Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Wissenschaftler daran gingen, die Meeresströmungen mit Hilfe von Flaschen zu
untersuchen.
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- Gebetbuch -
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Wurde von Jan Maat ein Stein zum Deckscheuern genannt. Das Material war meistens Sandstein oder holländischer Ziegelstein, sogenannter
„Mopsstein“. Der Engländer bezeichnet sie als “holy stones“ (heilige Steine). Das Deck, welches vorher mit Seewasser begossen wurde, wird mit Sand bestreut, dann knieten die
Matrosen mit ihren „Gebetsbüchern“ nieder und begannen rhythmisch, auf die Pfeifenkomandos des Bootsmanns hin das Deck zu scheuern, bis dieses wie neu glänzte.
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- Hänseln -
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Kommt von Hanse und bedeutet die Aufnahme in diese Gemeinschaft nach einigen harten zu bestehendem Prüfungen. Außerdem musste ein
bestimmter Geldbetrag an die „Hänse“ oder „Hanse“ entrichtet werden. Der Ursprung des „Hänseln“ liegt im Altertum, wenn junge heranwachsende Männer beweisen mussten, dass sie
nun in der Lage sind durch Kraft und Verstand die Stammesinteressen vertreten zu können. An Land und auf See gibt es immer noch die Form seinen „Einstand“ geben. Auf den Segelschiffen wurde
aus „Hänseln“ bald „Tauchen“, das Hineinspringen ins Wasser aus der Nock der Großrah, später wurde daraus „Taufen“. Ab dem 16. Jahrhundert begann man in den katholischen
Ländern die Schiffstaufe einzuführen. Auf den Schiffen der DSR (Deutfracht/Seereederei später Deutsche Seereederei) wurde nur noch die Äquator- und Polartaufe durchgeführt. Nach wie vor waren Erfindungsreichtum und schauspielerisches Talent gefragt, um bei Täufern und Täuflingen einen nachhaltigen Eindruck zu erlangen. Der Kapitän eines jeden Schiffes war dafür verantwortlich, dass der beliebte manchmal etwas rauhe Seemannsbrauch im Rahmen blieb.
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- Jungfer -
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Ist eine dicke runde Scheibe aus Hartholz mit einer fast umlaufenden „Keep“ (Rille) am Außenrand und 1 bis 5 Löchern in ihrer
Kreisfläche. Je zwei dieser Scheiben, mit dem entsprechenden Tauwerk (Taljereep) versehen, hatten früher die gleiche Zweckbestimmung wie die uns bekannten Spannschrauben. Sie dienten auf Segelschiffen
zum Steifsetzen von Wanten und Pardunen.
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- Kalfatern -
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Ist das Abdichten von Nähten und Stößen, das wasserdichte Verschließen von Längs- und Querfugen der Holzbeplankung der Außenhaut,
Aufbauten und freiliegenden Decks. Als Material wird dafür Taufaser (Werg) verwendet, das in die Nähte eingetrieben und anschließend mit heißem Pech oder Teer überzogen wurde.
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- Kielholen -
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Eine vom 16.- 19. Jahrhundert ausgeübte harte Strafe« die meist den Tod des: Delinquenten bedeutete. Das Kielholen wurde an der
Stelle durchgeführt, wo das Schiff am breitesten und tiefsten ist. In der Regel wurde die Prozedur zwei mal wiederholt. Zum einen wurde der Körper des Verurteilten durch den starken scharfkantigen
Muschelbewuchs an der Schiffshaut so aufgerissen, dass er verbluten musste, zum anderen reichte meistens auch die Atemluft nicht aus, um einen derartigen Akt zu überstehen. Ein Schiff
„Kielholen“ hieß, es so weit auf die Seite zu legen, dass eine ganze Außenhautseite mit samt dem Kiel austauchte. Dadurch war es möglich auch ohne Dock und Slipanlage Außenhautarbeiten
durchzuführen.
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- Knoten -
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Knoten sind erstens einfach zu knöpfende, haltbare und leicht zu lösende (besonders bei schlechtem Wetter) Verbindungen von Tauwerk.
Spleißen ist das Verbinden von Tauwerk ohne Knoten, es beeinträchtigt bei sachgemäßer Handhabung nicht die Festigkeit. Zweitens wird die Geschwindigkeit in Knoten ausgedrückt. Die Knoten in der
Logleine hießen bis zum 18. Jahrhundert „Knöpfe“. Mittels einer 14 Sekunden laufenden Sanduhr und den in diesen Zeitraum ablaufenden Knöpfen wurde die Geschwindigkeit bestimmt:
12 Knöpfe in 14 Sekunden = 12 Knoten = 12 Seemeilen je Stunde.
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- Reeperbahn -
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Die Reeperbahn war ursprünglich eine Bezeichnung für die lokale Konzentration der Berufsgruppe der Reeper; das sind Handwerksleute die
aus Hanf Schnüre, Seile, Leinen und Trossen fertigten. Die Reepschlägerei wurde unter anderem in den Städten Greifswald» Rostock, Stralsund und Wismar betrieben und natürlich in Hamburg. Heute Ist
die Reeperbahn ein Synonym für den Ankerplatz irdischer Freuden, ein Ort In dem das älteste Gewerbe der Welt dominierend ist.
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- Schiff ahoi -
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War früher der Anruf eines anderen Schiffes, dessen Namen man nicht kannte. Ahoi kommt aus dem englischen „ahoy“ (18.
Jahrhundert). „A hoy“ – ein Hoy war ein einmastiger englischer Küstensegler mit großem Spritsegel. Die Meldung des Ausgucks „ahoy“ bei Sichten einer Hoy, oftmals war es dann
aber ein anderes Schiff, wurde wahrscheinlich bald für alle Schiffe benutzt. So wird sich dann das „Ahoi“ bald international verbreitet haben.
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