MS c. Columbus 2009

Kreuzfahrt 2009 – Naturschauspiele an der Spitze Südamerikas mit der MS Columbus, 4. bis 24. April

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Abfahrt Valparaiso

Puerto Montt

Trinidad-Kanal

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Ushuaia Terra del Fuego

Puerto Madryn

Buenos Aires

Punta del Est

Einfahrt in Rio de Janeiro

Ushuaia Katamaranfahrt

MS c. Columbus - innen und außen

 

Rio de Janeiro Stadtrundfahrt

Sambashow in Rio

germanyC1. Tag: Abflug Frankfurt, 4. April 2009 (Deutschland)

Unser Sohn brachte uns schon frühzeitig von Mülheim zum Frankfurter Flughafen, so dass auch bei evtl. Autopannen oder anderen mittelschweren Katastrophen gewährleistet war, auf jeden Fall rechtzeitig zum Abflug dort zu sein. Aber alle Sorge war unbegründet. Zumindest von unserer Seite war alles getan worden, dass alles wie geplant über die Bühne ging. 3 ½ Stunden vor dem geplanten Abflug hatten wir schon eingecheckt, mit dem Hinweis, dass sich der Abflug um eine halbe Stunde verschieben würde. Aber es sollte dann noch schlimmer kommen. Aufs Boarding wartend teilte man uns eine weitere 90-minütige Verspätung mit. Inzwischen hat die Fluggesellschaft (LAN) kalte Getränke und heiße Würstchen auffahren lassen. Die Verspätung sollte sich dann noch auf insgesamt 4h erhöhen. Wie wir später erfuhren, war der Flug von Santiago nach Frankfurt für einen Passagier zu anstrengend, er konnte nur noch tot von Bord getragen werden. Bis dann die Behördenmaschinerie durch ist, dauert es halt ein wenig.

Zur Bildergalerie Abfahrt Valparaiso

 

Aufgrund der genannten Verspätungen, einem Zwischenstopp in Madrid und dem langen Transatlantikflug kamen wir dann erst 26h nach der Abfahrt Zuhause in Santiago an, vollkommen erschöpft, aber froh, die Tortur überstanden zu haben. Durch die Zeitverschiebung von sechs Stunden war es jetzt 11:00 Uhr vormittags in der chilenischen Hauptstadt.

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chileC2. Tag: Abfahrt Valparaíso, 5. April 2009 (Chile)

Da uns HAPAG LLOYD (HL) was Gutes tun wollte, hatte man in der Fahrt nach Valparaiso noch eine Besichtigungstour mit Weinverkostung und einem Mittagessen mit in das Programm genommen. Weine sind ein wichtiges chilenisches Zur Bildergalerie Abfahrt ValparaisoExportgut. Im 19. JH aus Frankreich nach Südamerika gekommen, hat man mittlerweile ein umfangreiches Geschäft damit aufbauen können. Zur Bildergalerie Abfahrt ValparaisoWer noch nie chilenische Weine probiert hat, sollte es mal tun, man wird wahrscheinlich eine positive Überraschung erleben. Frischer Lachs vom Grill sowie Rinderbraten mit Beilagen rundeten den Besuch des Weinguts ab.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir endlich das Schiff. Hier war schon alles für die neuen Gäste vorbereitet. Der Kapitän Mark Behrend und die Kreuzfahrtdirektorin Sabine Hinz begrüßten persönlich jeden einzelnen Gast. Innerhalb weniger Minuten hatten wir alle Formalitäten erledigt und unsere Kabinenstewardess begleitete uns zu unserer Unterkunft, Kabine 429, direkt in Höhe der Rettungsboote. Die leicht eingeschränkte Sicht stellte sich als nicht so gravierend heraus, wie vorab befürchtet.
Ausreichend geräumig, boten die Schränke genug Platz auch für eine längere Reise. Die Nasszelle war zweckmäßig eingerichtet und unterschied sich nicht wesentlich von den meisten anderen Bäder anderer Schiffe. Störend waren hier zum einen der obligatorische Duschvorhang, der jedes Duschen zu einem Kampf gegen Windmühlen ausarten ließ, zum anderen die zu geringen Ablagemöglichkeiten für Badutensilien, die Mann oder Frau so brauchen.
Die Kabine gehört zu den wenigen, wo sich die Betten nicht zusammen stellen lassen. Auch ist der Freiraum zum Boden relativ gering, so dass größere Koffer nicht darunter abgelegt werden können. Zum Glück bot das Schiff an, die Koffer während der Reise in Verwahrung zu nehmen, was wir dann auch nutzten.

Die Sauberkeit der Kabine und des Bades zu Beginn der Reise waren in Ordnung. Leider hatten wir ein wenig Pech mit unserer Stewardess, die doch nicht ganz so arbeitete, wie man es gemeinhin erwartet.Zur Bildergalerie MS c. Columbus - innen und außen

Nach dem Auspacken, ging es daran, das Schiff zu erkunden. Wir sind das erste Mal mit Hapag Lloyd (HL) gefahren, so dass wir besonders neugierig waren, was uns erwarten würde. Gebucht hatten wir ursprünglich die A. v. Humboldt, aufgrund finanzieller Probleme des Eigentümers sind wir dann bei HL gelandet, kein schlechter Tausch, wie sich im Laufe der Reise herausstellen sollte.
Die MS c. Columbus ist eine relativ kleines Schiff mit einer Länge von 144m. Für die max. möglichen 420 Passagiere stehen 197 Kabine und acht Suiten zur Verfügung. Verschiedene öffentliche Räume und Bereiche machen den Aufenthalt auch außerhalb der Kabine sehr angenehm. Wer ausführlichere Informationen zum Schiff will, sollte die Homepage von HL (www.hlkf.de) besuchen.
Auf unserem Reiseabschnitt war das Schiff mit etwa 320 Passagieren belegt. Dadurch kam fast nie das Gefühl der Enge auf. Nur bei gutem Wetter konnte es passieren, dass auf dem Pooldeck keine Liegen mehr zur Verfügung standen, wenn man zu spät kam. Es waren aber immer ausreichend andere Sitzmöglichkeiten vorhanden.

 Um 17:00 Uhr fand noch vor dem Auslaufen die obligatorische Rettungsübung statt, so dass man anschließend in aller Ruhe das Auslaufen genießen konnte.Zwei Seehunde, die es sich auf dem Wulstbug eines Frachters bequem gemacht hatten, begleiteten uns dabei.

Zur Bildergalerie MS c. Columbus - innen und außenAm ersten Abend öffnete das Restaurant um 19:00 Uhr seine Türen. Wir hatten schon auf der Kabine eine Information liegen, für welchen Tisch wir vorgesehen waren. Der Tisch für max. acht Personen, verhieß interessante Gesprächspartner für die Reise. Drei Plätze waren bereits vorbelegt (von Weltreisenden), die anderen standen zur freien Auswahl (dachten wir). Da wir an dem Abend die ersten waren, haben wir uns (nach Rücksprache mit dem für diesen Bereich zuständigen Steward) auf zwei der freien Plätze gesetzt. Nachdem dann auch die drei Weltreisenden Platz genommen hatten, wurde die Tischordnung festgelegt. Es war sehr schnell klar, dass keine weiteren Neuankömmlinge dazu kommen würden, so dass sich die Weltreisenden nur mit uns auseinander setzten mussten. Uns wurde sehr höflich (aber auch nachdrücklich) klargemacht, dass die Weltreisenden unbedingt eine ganze Tischseite jeweils für sich alleine benötigten. Nun, ich habe kein Problem damit, neben meiner Frau zu sitzen, deswegen hat mich diese Episode auch eher belustigt. Aber dies ist ein recht gutes Beispiel für die Hierarchien an Bord.
Wie uns im weiteren Gespräch klar wurde, wären es unseren Tischgenossen noch lieber gewesen, alleine am Tisch zu bleiben, aber das ließ sich aufgrund der guten Auslastung des Schiffes leider nicht realisieren.
Es war ein ziemlich illustrer Kreis, mit dem wir die kommenden 18 Tage den Tisch teilen (mussten?).
Eine Witwe eines bekannten Industriellen, dann ein Oberstudienrat i. R. und eine nette Dame von altem deutschen Adel (angeheiratet, wie sie betonte). Sie gab sich immer sehr vornehm zurückhaltend, um nicht zu sagen distinguiert.
Da wir in dem Moment die Frischlinge waren (man glaubte u.a., dass dies unsere erste Reise sei), gab es auch wohlmeinende Hinweise, wie solch eine Kreuzfahrt abläuft. Zum Beispiel auf jeden Fall nachts die Schwimmwesten neben dem Bett liegen zu haben, möglichst auch gleich die entsprechende Notfallkleidung anlassen usw.

Nach der doch anstrengenden Anreise, entschieden wir uns, das abendliche Unterhaltungsangebot nicht wahrzunehmen und früh die Kojen aufzusuchen.

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chileC3. Tag: Seetag, 6. April 2009 (unterwegs nach Puerto Montt)

Der zweite Tag an Bord diente dem Kennenlernen von Schiff und Besatzung und den Unterhaltungskünstlern. Nach einem sehr angenehmen Frühstück im Palmgarten, der einen schönen Fast-Rundumblick bietet, der Erholungseffekt begann sich bereits einzustellen, schauten wir uns ein wenig auf dem Schiff um.
Es war wieder eine jener Reisen mit einem angenehmen Verhältnis von See- und Hafentagen. Konnte man in den Häfen und auf den Ausflügen Land und Leute kennenlernen so hatte man anschließend auf dem Schiff genug Zeit, das Ganze noch einmal zu rekapitulieren bzw. sich schon einmal auf den nächsten Ausflug einzustimmen.
Gute und sehr gute Lektoren an Bord machten es zu einer Freude an den Landausflugsinformationen teilzunehmen. Selten wurden Informationen so farbig und anschaulich rüber gebracht wie durch den Lektor und Wanderführer Kai Schepp. HL hat mit ihm einen exzellenten Griff getan.Zur Bildergalerie MS c. Columbus - innen und außen
Zur Bildergalerie MS c. Columbus - innen und außenEine kleine Bibliothek (Schlüssel an der Rezeption) bot einiges an Auswahl, um in einer ruhigen Ecke auf dem Pooldeck oder in der Weinstube zu schmökern. Obwohl viele Bücher bei den Weltreisenden auf den Kabinen lagerten (die tauschten dann untereinander), fand sich doch der eine oder andere Krimi oder Thriller. Wenn man zwischendurch noch den Ausblick auf das weite Meer genießen kann, fühlt man sich dem siebenten Himmel sehr nah.

Am Abend fand dann der Kapitänsempfang in der Lounge statt. Das war einer der zwei Abende auf der Reise, zu denen festliche Kleidung empfohlen wurde. Alle weiteren Abende war die Kleiderordnung sportlich leger. Der Kapitän nahm sich für jeden Passagier die Zeit, ein paar persönliche Worte zu wechseln. Im weiteren Teil der Reise konnten wir feststellen, dass Herr Behrend auch bei vielen anderen Anlässen sehr engagiert seine Passagiere betreut. Nach dem Vorstellen der wichtigsten Personen an Bord und einer persönlich gehaltenen Ansprache war auch schon Zeit zum Abendessen. Ein kleines Missgeschick passierte dem Schiffsarzt, der durch einen Fehltritt mal eben die Bühne abräumte. Da hätte der Doc sich noch fast selbst verarzten müssen.

Um 21:30 Uhr hieß es dann „Vorhang auf …“. Die mitreisenden Künstler stellten sich vor. Mit dabei waren ein Klavier- und Klarinette spielendes Ehepaar, eine Schauspielertruppe namens Hidden Shakespeare, eine Sängerin und die Bordband. Einige werde ich im Laufe des Berichts noch ausführlicher vorstellen. Damit endete auch schon der erste ganze Tag an Bord.

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chileC4. Tag: Puerto Montt, 7. April 2009 (Chile)

Nach dem Aufstehen gönnten wir uns wieder ein ausführliches Frühstück. Mittagessen sollte es heute schon um 11:00 Uhr geben, weil eine Stunde später die Landausflüge starteten. Vier verschiedene Ausflüge, die angeboten wurden, hatten schon im Vorfeld die Auswahl schwierig gemacht. Man konnte alle Ausflüge schon Wochen vorher von Zuhause aus buchen. Es stellte sich dann heraus, dass, wer dies nicht gemacht hatte, an Bord das Nachsehen hatte, denn einige Ausflüge ließen sich nicht mehr nachbuchen.
Zur Bildergalerie Puerto MonttWir haben uns für die Wanderung durch den Regenwald entschieden. Seitens HL wurde schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass dieser als Aktivtour ausgeschriebene Ausflug sehr wanderungsintensiv ist, man auf jeden Fall festes Schuhwerk mitnehmen soll. Es hat dann tatsächlich eine Dame geschafft mit Stöckelschuhen den Ausflug anzutreten. Gerade noch rechtzeitig wurde dieser Irrtum korrigiert.
Wer noch nie im Regenwald war, so wie wir, wird wahrscheinlich absolut begeistert sein. Es entzieht sich jeder Vorstellung. Selbst wenn man im Fernsehen schon so einiges dazu gesehen hat, live dabei zu sein, durch knöcheltiefen Schlamm einen Berg hinauf zu wandern, hat etwas ganz Besonderes. Man müsste ein Ignorant sein, um sich der Faszination entziehen zu können. Ziel der Wanderung war ein Bergsee, der sich einem plötzlich, wenn man aus den Schatten der Bäume hinaus getreten war, offenbarte.

Erschöpft, aber überaus zufrieden, kamen wir am Abend zum Schiff zurück. In diesem Hafen lag das Schiff übrigens auf Reede, so dass getendert werden musste. Die Kreuzfahrtleitung hat den Ablauf diese Ausflüge sehr gut organisiert, so dass es kaum zu Problemen kam.Zur Bildergalerie Puerto Montt

Das Abendessen (wie immer in einer Sitzung) war diesmal sehr willkommen, so eine Wanderung macht doch deutlich mehr Appetit, als wenn man den ganzen Tag faul in der Sonne liegt.

Das Abendprogramm in der Lounge wurde diesmal von den Hidden Shakespeares bestritten. Dieses Improvisationstheater ist von einem sehr hohen Niveau. Die vier Künstler aus Hamburg (etwa die Hälfte der Gesamttruppe) beziehen die Zuschauer in jeder Beziehung mit in die Vorstellung ein. So wird mit Worten und Begriffen, die von den Zuschauern vorgegeben werden, jongliert, Geschichten drum rum gesponnen, Gedichte oder Lieder daraus gemacht. Die vier Schauspieler schaffen es nahezu jeden in ihren Bann zu ziehen, so wurde es ein sehr kurzweiliger Abend.

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chileC5./6. Tag: Seetage, 8./9. April 2009, Fahrt durch den Darwin- und Trinidad-Kanal (unterwegs nach Punta Arena)

Zur Bildergalerie Trinidad-KanalDie zwei folgenden Tage verbrachten wir wieder auf See. Höhepunkte waren die Passagen des Darwin- und des Trinidad-Kanals. Vorher kamen wir noch für mehrere Stunden in einen Sturm mit Orkanstärke. Das hat das Schiff doch mächtig durchgeschüttelt, man hatte aber nie den Eindruck, dass die Situation nicht beherrschbar wäre.
In den Kanälen kommentierte der Lektor Kai Schepp von der Brücke aus die Passagen und wies sehr anschaulich auf Besonderheiten hin, oder brachte zusätzlich historische Informationen. Auf dem Pooldeck wurde es jetzt zusehends kälter, das Schiff kam immer mehr in die südlichen Breitengrade. Dicke Decken waren jetzt Voraussetzung, um auf den Sonnenliegen länger zu verweilen. So freute man sich im Inneren des Schiffes schon mal auf eine Tasse heiße Schokolade oder Kaffee, wer dies lieber mochte.

An dieser Stelle mal eine Auswahl der Getränke aus der Barkarte:
Bier (Becks vom Fass) - 0,3 L € 1,50
Jever Pilsner/Pilsner Urquell - Fl. 0,33 € 2,10

Mineralwasser (Appol.) mit - 1 L € 3,30
Mineralwasser (lokal)) ohne - 1 L € 2,00
Cola/Fanta/Tonic Water/div. Säfte u.a. - 0,33 L € 1,50

Espresso/Cappuccino - € 1,00 (normaler Kaffee und Kakao sind zu jeder Tageszeit frei, glaub ich, hab jedenfalls nie was zahlen müssen)

alkoholfreie Cocktails - € 2,30
Liköre - 4cl € 2,60

Long Drinks - € 3,60
Fancy Drinks - € 3,60 - 5,10
Sektcocktails - € 3,60 - 4,40
weitere Cocktails - € 3,30 - 3,60

Spirituosen (Cocgnacs, Whiskies, Brandies usw.) - € 2,30 - 6,70

Außerdem gibt es noch jeden Tag einen Drink/Cocktail des Tages, die noch einmal im Preis reduziert sind.

Die Weine sind auch recht günstig, immer im Vergleich zu Gaststättenpreisen, ab ca. € 10,00 - 12,00 gibt es die Flasche Rot-/Weißwein. Die Auswahl ist sehr reichlich, man schafft wohl nur auf einer Weltreise, alle Weine durchzuprobieren.

Am heutigen Abend wurde ein Vortrag gegeben, Thema: Chilenische Fjorde und Gletscher. Die Präsentation, wieder vorgenommen durch Kai Schepp war interessant und lehrreich. Trotzdem, dies ist einer der wenigen Punkte wo HL nicht unsere Zustimmung hat. Vorträge gehören unseres Erachtens in den Vor- oder Nachmittag (abgesehen von dem noch einige Tage später stattfindenden Astronomievortrag, der so, wie er durchgeführt wurde, nur in den Abend-/Nachtstunden stattfinden konnte). Genug Leerlauf hat es lt. Tagesprogramm auch gegeben. Für uns, und einige andere Passagiere, mit denen wir sprachen, war dies ein Versuch den Abend mangels Masse (Künstler) anderweitig aufzufüllen.

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chileC7. Tag: 10. April 2009 - Karfreitag, Punta ArenaZur Bildergalerie Trinidad-Kanal

Um 9:00 Uhr erreichten wir Punta Arena. Nach zwei Seetagen, konnten wir uns heute wieder auf einer Wanderung die Füße vertreten. Unsere Wahl fiel auf „Wanderung im Magellan Nationalpark“ (einer von drei verschiedenen Ausflügen). Auch diese Wanderung war wieder sehr erlebnisreich, besonders als wir auf halber Strecke am Aussichtspunkt in einen kleinen Schneesturm gerieten. Inzwischen hatten wir Temperaturen, die bei 2-3°C lagen, und man konnte jedem gratulieren, der sich in weiser Voraussicht warm eingepackt hat.

Zur Bildergalerie Punta ArenaAm Abend spielte das Künstlerpaar Marina und Michael Kaljushny Klassik auf Klavier und Klarinette. Die beiden gut deutsch sprechenden hervorragenden Musiker stammen aus der ehem. Sowjetunion und leben seit 20 Jahren in Deutschland. Der Auftritt wäre noch schöner gewesen, hätte das Klavier nicht so verstimmt geklungen und wenn ein paar Zur Bildergalerie Punta ArenaZuschauer sich mit ihren unqualifizierten Äußerungen zurück gehalten hätten (unterste Schublade!). Wenn einem etwas nicht gefällt, sollte man entweder die Klappe halten oder den Raum verlassen.

Danach war noch etwas Zeit das Tanzbein zu schwingen. Die Bordband (Slowaken und ein Tscheche) war von guter Qualität, Standard- und Lateinmusik war kein Problem, nur mit Tango Argentino konnten die Jungs nichts anfangen, und das wo wir quasi auf dem Weg zur Tangohochburg waren.

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argentiC8./9. Tag: 11./12. April 2009 (Ostersonntag), Ushuaia, Argentinien

Zur Bildergalerie Beagle-KanalUm 13:00 des achten Tages erreichte MS c. Columbus Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt, für uns die erste Hafenstadt in Argentinien. Bis dahin waren aber noch ein paar Stunden Zeit. So konnte man am Vormittag wieder an den täglich organisierten Fitnessrunden teilnehmen. Hier hatte man die Wahl „Fit in den Tag“ zu kommen, an „Yoga und Qi Gong“ oder „Bauch, Beine, Po“ teilzunehmen oder vor dem Frühstück „1000 Schritte“ zu tun. Alternativ gab es auf dem Pooldeck auch ein kleiner Fitnessraum, der mit einigen wichtigen Geräten ausgestattet war.Zur Bildergalerie Beagle-Kanal

Nach dem Mittagessen, das Schiff war zwischenzeitlich in Ushuaia angekommen, begannen dann wieder die Ausflüge. Auslaufen war erst für den nächsten Tag 18:00 Uhr vorgesehen, so hatte man die Möglichkeit an mehreren Ausflügen teilzunehmen. Angeboten wurden u.a. der Nationalpark Terra del Fuego und eine Katamaranfahrt. Empfehlenswert sind beide.

Auf der Katamaranfahrt in den Beagle-Kanal wird als Hauptattraktion ein Eiland mit einer Seehundkolonie besucht. Wenn das Schiff sich langsam durch das Wasser treiben lässt, kommen die Seehunde bis dicht an die Bordwand heran, so dass man die Tiere fast greifen kann. Vorausgesetzt, man verlässt das geschützte Innere des Katamarans und stellt sich bei Sturm und Wind an die Reling. Da steht man dann mit der Kamera in der Hand, versucht gute Aufnahmen zumachen und das Wasser kommt von allen Seiten. Das ist schon ein kleines Abenteuer.

Wieder an Bord, hieß es erst einmal sich selbst und die Kamera zu trocknen, wobei man mehr Zeit in die Reinigung der Kamera investieren sollte, wenn man keine böse Überraschung erleben will.Zur Bildergalerie Beagle-Kanal

Jetzt war Ostersonntag und anlässlich des Tages bekam jeder Passagier statt des normalen Betthupferls (kleines Stück Schokolade) einen lila Osterhasen. Und auch beim Abendessen stand für jeden Kreuzfahrer ein Hase auf dem Teller. So kam man unvermittelt zu einer ganzen Hasenfamilie.

Es gab natürlich auch noch richtiges Abendessen. Zum Dinner wurden heute u .a. Kaninchen oder Pangasiusfilet serviert. Die Auswahl an Vorspeisen, Suppen, Zwischen- und Hauptgerichten war immer reichlich. Die Hauptgerichte unterteilten sich in der Regel in je ein Fisch-, zwei Fleisch- und ein vegetarisches Gericht, Fisch immer wahlweise pochiert oder gebraten. Dazu dann noch ein Gericht der kalten Küche oder etwas mit Pasta.
Zur Bildergalerie Ushuaia KatamaranfahrtDie Qualität war recht unterschiedlich: Während die kalten und warmen Vorspeisen nicht nur optisch sondern auch geschmacklich hervorzuheben sind, waren wir von den Suppen enttäuscht. Da haben wir schon deutlich Besseres erlebt. Der Fisch schmeckte am Besten pochiert, gebraten gelang es den Köchen nicht immer, ihn kross hinzubekommen, manchmal lag er auch recht fettig auf dem Teller.
Sehr gelungen waren immer die Fleischgerichte, es gab einige Male argentinisches Rind, als Filet, als Rumpfsteak oder als Rippensteak, jedes Mal ein Genuss.
Die Desserts, ob Kuchen oder Eis, machten es einem die Auswahl schwer, jedes für sich eine Versuchung.
Weiterhin hervorzuheben sind die Käsespezialitäten. Diese Vielfalt haben wir auf anderen Schiffen selten erlebt.

Frühstück und Mittag haben wir meistens in Buffetrestaurant im Palmgarten eingenommen, beides war auch in freier Sitzung im Restaurant möglich. Diverse Brot- und Brötchensorten zum Frühstück, wahlweise Eier in verschiedenen Formen, etwas Wurst und Käse, eine Auswahl an Fisch, etliche Marmeladensorten sowie das ganze Müsliprogramm. Auch die Säfte auf der Columbus sind besser als der Durchschnitt.
Das Mittagessen unterschied sich in Teilen von der Speisekarte im Restaurant, es gab immer ein schönes Salatbuffet, ein Fisch- und Fleischgericht sowie Beilagen. Essen im Palmgarten lohnte sich immer dann wenn ein bestimmtes Motto die Auswahl bestimmte. Einen Tag gab es ein Fisch- und Meeresfrüchtebuffet, da kamen Fischliebhaber voll auf ihre Kosten, z.B. eine klasse Auswahl an Matjeszubereitungen, Muscheln, Garnelen und vielem anderen. Wer da noch was zu meckern hatte, dem war nicht mehr zu helfen.´´

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argentiC10./11. Tag: Seetage, 13./14. April 2009, (Ostermontag), (unterwegs nach Puerto Madryn, Argentinien)

Der Ostermontag bot nun wieder Gelegenheit, sich zu entspannen und das Erlebte der vergangenen Tage zu verarbeiten, die Fotos auf dem Netbook zu sortieren und schon mal zu verschlagworten. Man nimmt sich zu Beginn der Reise immer vor schon mal etwas vorzuarbeiten, damit dann zuhause nicht mehr so viel Arbeit übrig ist. Außerdem sind die Eindrücke noch frisch, so dass man eigentlich aus dem Handgelenk formulieren könnten. Leider siegt meistens die Faulheit, schließlich hat man Urlaub, so dass die Hauptarbeit doch wieder für die Nachurlaubszeit bleibt.
Ein „Fluch“ sind auch die modernen Digitalkameras. Mit genug Speicher und einem Netbook ausgestattet, macht sich kaum Gedanken darüber, dass jedes einzelne Foto später gesichtet und bewertet, ggf. auch nachbearbeitet werden muss. Also wird geknipst, was die Akkus hergeben.

Zur Bildergalerie Puerto MadrynDer Tag begann für die Aktiven wieder mit Frühsport oder Entspannungsübungen. Wir waren aber so entspannt, dass wir diesen Punkt auf dem Tagesprogramm überspringen konnten und direkt das Frühstücksbuffet im Palmengarten enterten.
Neben den täglichen Unterhaltungsmöglichkeiten während der Seetage, hatte man jederzeit die Möglichkeit über die Bordkanäle verschiedene Filme anzusehen. Abhängig von den Empfangsmöglichkeiten wurden auch Deutsche Welle TV, Euronews, Al Jazeera und ein Radiokanal ins Bordnetz eingespeist. Auf Kanal 8 lief immer die elektronische Seekarte mit und auf Kanal 1 konnte man über die Vorauskamera einen Blick in Fahrtrichtung werfen. Leider wurden über das Fernsehen keine Wetterinformationen übertragen, so dass man immer abwarten musste, bis um 10:00 Uhr die tägliche Information von der Brücke kam. Das ist auf anderen Schiffen besser gelöst.

Ansonsten standen wieder Lektorvorträge auf dem Programm, kleine Wettbewerbe wie Dart oder Shuffleboard oder auch Bingo. Kulinarisches Highlight war heute das Ostergalaabendessen (was für ein Wort) wo u.a. „Sülzchen von Edelfischen“ (Vorspeise), „Osterlammrücken“ oder „arg. Rinderfilet“ (Hauptgerichte) und „Bisquit Omelette mit Fruchtfüllung“ (Dessert) kredenzt wurden.

In Ushuaia ist auch das Trio Pablo en Bord gekommen, das am Abend mit südamerikanischen Rhythmen für Unterhaltung sorgte.

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argentiC12. Tag: Puerto Madryn, 15. April 2009 (Argentinien)

Zur Bildergalerie Puerto MadrynAm frühen Morgen trafen wir in der arg. Hafenstadt ein. Hier standen wieder verschiedene Ausflüge auf dem Programm. Unser führte uns auf einer Wanderung in die Umgebung von Puerto Madryn. Mittlerweile hatten wir schon wieder sehr sommerliche Temperaturen. Im Gegensatz zu Südchile wo der Regenwald dominiert, hat man hier den Eindruck, durch eine Wüste zu wandern. Ausgesprochen karge Vegetation, trockene Luft und Sanddünen bestimmten den Weg. Trotzdem gibt es in einer geschützten Bucht eine kleine Seehundkolonie und in den steil aufragenden Felswänden leben Felsenkormorane.
Weiterhin wurden ein Ganztagesausflug zur Halbinsel Valdez, eine Bootstour nach Punta Loma und eine Bustour nach Punta Loma und San Guillermo Ranch angeboten. Zur Bildergalerie Puerto Madryn

Um 20:00 Uhr machte MS c. Columbus die Leinen los und nahm Kurs auf die arg. Hauptstadt Buenos Aires.

Der heutige Abend bot einen ganz besonderen Leckerbissen. Ein Exkurs durch die Astronomie des Sternenhimmels über Patagoniens, präsentiert durch den Lektor Kay Schepp in der Lounge, erreichte seinen Höhepunkt auf dem Pooldeck. Bei nahezu völliger Dunkelheit konnte das eben Gehörte angewendet werden. Unversehens Verstärkung durch den Kapitän erhaltend, zeigten beide sehr anschaulich mit Hilfe von Laserpointern die Sternen- und Planetenkonstellationen auf. Anschließend war jeder in der Lage das Kreuz des Südens, den Saturn und andere Planeten und verschiedene Sternenbilder selbst zu finden (zumindest in dieser Nacht).

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argentiC13./14. Tag: Seetage, 16./17. April 2009, (unterwegs nach Buenos Aires, Argentinien)

Zur Bildergalerie Puerto MadrynZwei weitere Seetage luden zum Entspannen und Faulenzen ein. Das Tagesprogramm unterschied sich nicht wesentlich von den vorangehenden Seetagen.

Wer wissen wollte, wie man seine Bildersammlung am besten digital archiviert und nachbearbeitet, durfte sich nachmittags den Fotokurs nicht entgehen lassen. Auf mehrere Tage verteilt erteilte der Fotograf und Journalist Lutz Jäkel ein Bildbearbeitungskurs für Anfänger und Fortgeschrittene. Er war auch tagsüber oder auf den Ausflügen immer bereit, mit Tipps zu helfen.
Am ersten Abend trat wieder das russisch-deutsche Künstlerpaar mit einem Medley von Klassik, Swing und alten Schlagern auf. Am folgenden Abend waren wieder die Musiker des Trio Pablo zu hören und zu sehen.

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argentiC15. Tag: Buenos Aires, 18. April 2009 (Argentinien)

Buenos Aires, die Stadt des Tango Argentinos, darauf hatten wir uns besonders gefreut. Wollten wir doch abends in so ein typisches argentinisches Lokal gehen, wo der Tango getanzt wird, vielleicht auch einmal selbst tanzen. Leider hat es so nicht geklappt. Tagsüber auf einem Ausflug durch Buenos Aires unterwegs, mit dem Besuch bekannter Orte wie La Boca, Zur Bildergalerie Buenos Airesauch dem ältesten Cafe der Stadt und vieler Gebäude im alten Kolonialstil. Nicht unerwähnt bleiben soll der bekannte Recoleta-Friedhof, auf dem Evita Peron ihre letzte Ruhestätte fand. Dieser Friedhof ist geprägt durch hunderte kleiner Mausoleen. Jede Zur Bildergalerie Buenos AiresFamilie die auf sich hält, hat solch eine, meist aus bestem Granit oder Marmor gebaute Ruhestätte.

Abends hieß es dann schon wieder gegen 23:00 Uhr auslaufen. Zu kurz die Zeit für solch eine Metropole.
Eine kleine Entschädigung gab es aber doch. Die Kreuzfahrtleitung engagierte eine argentinische Künstlertruppe für den Abend auf dem Schiff. Zwei junge Frauen und Männer, stilgerecht im klassischen Outfit, zelebrierten den Nationaltanz der Argentinier, wie er so nur noch in Finnland getanzt wird, in einer tollen Tango Argentino Show in der Lounge der Columbus. Trotz der mehr auf Show ausgelegten teilweise artistischen Einlagen, waren doch deutlich Tango Argentino Elemente erkennbar. Ein sehr unterhaltsamer, leider etwas zu kurzer Abend.

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uruguayC16. Tag: Punta del Este, 19. April 2009 (Uruguay)

Zur Bildergalerie Punta del EstPunta del Este, das Nizza Südamerikas, der teuerste und exklusivste Urlaubsort des Kontinents, wäre unsere nächste Station gewesen. Leider spielte das Wetter nicht mit, hohe Dünung und starker Wind ließen nicht zu, dass die Columbus vor Anker gehen konnte (es war geplant von Innenreede zu tendern), so dass die Schiffsführung nach einiger Zeit entschied, den Hafen aus Sicherheitsgründen auszulassen.
Vorher erlebten die Passagiere aber noch ein Abenteuer der seltenen Art mit. Die Schauspieler von „Hidden Shakespeare“ mussten hier absteigen, was bei diesen schwierigen Bedingungen zu einem Akrobatikakt wurde. Es brauchte eine halbe Stunde bis die Schauspieler und deren Gepäck endlich auf das kleine Zubringerboot übergesetzt hatten. Es erforderte schon eine gehörige Portion Mut, den entscheidenden Schritt zu tun. Zum Glück ist alles glimpflich abgegangen und die Passagiere hatten Gesprächsstoff für die nächsten Stunden.

Da die Reise sich langsam dem Ende zuneigte, wurde folgerichtig am Abend die Abschiedsshow gegeben. Die mitreisenden Künstler traten alle noch einmal mit einem Ausschnitt ihres Programms auf und verabschiedeten sich von ihrem Publikum.

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brazilC17./18. Tag: Seetage, 20./21. April 2009, (unterwegs nach Rio de Janeiro, Brasilien)

Jetzt dauerte es nicht mehr lange, und die Reise neigte sich ihrem Ende zu. Zwei Tage blieben noch einmal, um den tollen Service, kulinarische Höhepunkte oder einfach nur das angenehme Klima an Bord zu genießen.

Columbus-ChorAuch beim abendlichen Programm und dem Dinner schickte der Abschied seine Schatten voraus. Der zweite Abend auf dieser Reise, für den festliche Kleidung im Tagesprogramm vorgeschlagen wurde. Die Küche gab sich noch einmal alle Mühe die Gaumen der Passagiere zu verwöhnen und vielleicht sogar zu überraschen. Kreationen wie „Carpaccio vom Black Angus Rind“, „Cappuccino vom Hummer“, „Heilbutt an russischer Kaviarsauce“ oder „Canard á l‘ orange“ (gebratene Entenbrust) erfüllten wahrscheinlich jeden Wunsch der verwöhnten Gäste. Höhepunkt war zum Schluss auf jeden Fall die „MS c. Columbus Eisparade“, zumindest fürs Auge, denn eigentlich war man schon viel zu satt, um die Eistorte auch noch probieren zu können.
Leider zog sich der Abend bis zum Dessert erheblich hin, denn an diesem Abend war maßgebend, wie weit der Kapitän und seine Gäste am Kapitänstisch waren, so dass ein Großteil der Gäste lange warten musste, bis es endlich zur Eisparade kam. Die drei Weltreisenden an unserem Tisch hielten nicht solange aus, wir hatten dann zumindest an diesem restlichen Abend den Tisch für uns alleine. Es ist ja auch ermüdend für die Weltreisenden, alle zwei bis drei Wochen eine Eisparade mitmachen zu müssen ;-).

Beim abschließenden Abschiedscocktail mit dem Kapitän wurde auch traditionell die Seekarte für diese Reise verlost. Als besonderen Höhepunkt sang der Columbus-Chor zusammen mit dem Käpt’n einige Shantys. Und wer es bis zu diesem Abend noch nicht wusste, dass Kapitän Behrend auch ein begnadeter Sänger ist, konnte es jetzt erleben. Das Lied von der Mary Ann hätte kaum jemand besser hinbekommen.

Diesen vorletzten Abend ließen wir zusammen mit unserer netten Schiffsbekanntschaft (hallo Marlene und Hans) bei einer Flasche Sekt ausklingen.

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brazilC19. Tag: Rio de Janeiro, 22. April 2009 (Brasilien)

Zur Bildergalerie Einfahrt in Rio de JaneiroDer letzte Tag der Reise, am Vormittag erreichten wir Rio de Janeiro. Die Einfahrt vorbei an den Felsen, den Stränden und der Großstadtkulisse ist ein fantastisches Erlebnis.

Von Valparaiso bis Rio haben wir 4761 sm, entspricht 8817 km, zurückgelegt . Die Kreuzfahrtgäste, für die die Reise hier zu Ende ging, mussten nach dem Festmachen an der Pier auch direkt das Schiff verlassen. Zum Glück hatten wir aber noch ein kleines Nachprogramm gebucht, so dass wir auch noch in den Genuss solcher Sehenswürdigkeiten wie die Christusstatue auf dem Corcovado-Berg oder dem Zuckerhut kommen sollten. HL hatte für uns ein gutes Hotel gebucht in dem wir dann die letzte Nacht auf dem südamerikanischen Kontinent verbrachten.Zur Bildergalerie Einfahrt in Rio de Janeiro

Wie alles andere auch, gingen das Absteigen und all die Formalitäten dank guter Organisation der Kreuzfahrtleitung problemlos über die Bühne. Neben den einheimischen Guides für die Ausflüge in Rio hat HL auch zwei Damen mitgeschickt, die uns bis zum Eintreffen in Frankfurt betreuen sollten

Gleich nachdem wir alle in den Bussen saßen begannen wir unsere Stadtrundfahrt mit einem Besuch des Corcovado. Beeindruckend der Blick von ganz oben auf die Stadt und die Bucht, noch am Vormittag hatten wir den Blick direkt von der entgegengesetzten Seite auf den Christus gehabt.

Zur Bildergalerie Samba-ShowDer Abend bot noch einen ganz besondere Höhepunkt. Optinal bekamen wir die Möglichkeit geboten, eine Sambashow zu besuchen. Eine beeindruckende Kostümshow gab uns einen kleinen Einblick in die brasilianische Kultur und Lebensart.

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brazilC20. Tag: Abflug Rio de Janeiro, 23. April 2009 (Brasilien)

Zur Bildergalerie Rio de Janeiro StadtrundfahrtAm zweiten Tag in Rio sind wir nach der Stadtrundfahrt, mit dem Besuch des Zuckerhuts als Höhepunkt, direkt zum Flughafen gefahren. Der Zuckerhut wird über eine Zwischenstation mittels Seilbahn erreicht. Am zweiten Tag hatten wir auch eine bessere Sicht als noch vom Corcovado, der zeitweise ziemlich von Nebel eingehüllt war.
In Brasilien war gerade Feiertag. Da wird dann traditionell die Hauptstraße längs der Copacabana einseitig gesperrt. Hier promenieren dann die Einheimischen mit dem Rad oder per Pedes die Straße rauf und runter. Sehr viele Kinder bestimmten dabei das Straßenbild. Zum Strand hin stehen kleine Lokale wo die Leute gerade Geburtstag oder andere Feste feierten. Auffallend war die hohe Präsenz an Polizeifahrzeugen. Alle paar hundert Meter längs der Copacabana hatte die Polizei Station gemacht. Unter Umständen war dies nur eine trügerische Sicherheit, denn unsere einheimische Führerin erzählte uns, dass viele der Polizisten aufgrund des niedrigen Gehaltes bestechlich seien. Uns begleitete während dieser Tour auch ein Sicherheitsbeamter in Zivil, der aufpasste, dass wir zusammen blieben.

Auf dem Flughafen ging das Einchecken problemlos vonstatten. Wir hatten noch zwei Stunden Zeit, uns ein wenig umzusehen und einen kleinen Imbiss einzunehmen, dann ging die Reise los, Ziel Frankfurt mit Umsteigen in Paris.
Wir landeten auch pünktlich auf dem Flughafen, mussten uns dann in eine lange Schlange einreihen, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Da warteten wir nun und warteten und warteten… Inzwischen waren noch einige Flieger angekommen, und die riesige Ankunftshalle füllte sich zusehens. Inzwischen hielten sich einige tausend Leute dort auf und warteten, durch die Immigration zu kommen. Unverständliche Durchsagen auf Französisch und Englisch ließen uns weiterhin dumm dastehen. Dass nichts verstehen war lag nicht zuletzt daran, dass der Lärmpegel ziemlich hoch war in der Halle. Inzwischen sprach sich herum, dass irgendwo verlassene Gepäckstücke gefunden wurden. Die Eigentümer konnten wohl nicht ermittelt werden, ein dumpfer Knall in einem speziellen Raum beendete die Existenz des Gepäcks. Zur Bildergalerie Rio de Janeiro StadtrundfahrtDas war dann auch das Signal für die Behörden endlich die Kabinen zu besetzen. Nach nunmehr 75 min nach der Landung waren wir endlich angekommen. Uns blieben jetzt noch 50 min den Anschlussflug nach Frankfurt zu erreichen. Dafür mussten wir uns von Terminal 1 nach 2D begeben. Da uns entsprechende Informationen über Flughafenshuttles fehlten, gingen wir zu Fuß. Endlich angekommen, erwartete uns wieder eine lange Reihe Wartender. Also anstellen und mit warten. Hier gab’s natürlich wieder Zeitgenossen, die glaubten sich Vorteile verschaffen zu müssen und durch Tricks sich vorne einreihten. Jetzt waren es noch 20 min bis zum Abflug. Endlich durch die Kontrollen durch, ging es nicht etwa zum Boarding, nein unten erwarteten uns Busse, die uns wieder zu einem anderen Terminal brachten (keine Ahnung welches). Vom Gefühl war es so, als ob wir die ganze gelaufene Strecke wieder zurückfahren würden. Fünf Minuten vor Abflug saßen wir endlich auf unseren Plätzen und kurze Zeit später startete auch der Flieger.
Pünktlich um 11:00 Uhr erreichten wir Frankfurt, wo uns unser persönlicher Chauffeur schon erwartete, schön wenn man erwachsene Kinder mit Führerschein hat, das macht vieles leichter.

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Fazit

Diese Reise war - wieder einmal - eine der schönsten. Ein sehr schönes Schiff mit aufgeschlossener Besatzung verwöhnte uns in nahezu jeder Hinsicht. Dieser Abschnitt der Weltreise ist von den Naturerlebnissen her sicherlich kaum zu toppen (ohne dass wir viele andere Abschnitte kennen behaupte ich das mal), landschaftlich vielleicht am ehesten zu vergleichen mit einer Nordland-/Spitzbergenreise.
Wir haben nette und weniger nette Leute kennengelernt, die positiven Erlebnisse überwiegen eindeutig, ganz besonders wenn man mit einer positiven Einstellung auf die Reise geht. Die Zeit ist zu kurz und die Reise zu teuer, als dass man mit einer negativen Grundeinstellung starten sollte.

Das Schiff war sauber und in einem guten Zustand. Begeistert waren wir von der relativ geringen Größe, was für uns sehr angenehm ist. Die Bewertung von 3*+, wie sie von Berlitz vergeben wird, halten wir für zu gering, wir würden eine halbe bis eine ganze Note besser geben.

Das einzige was gegen die Columbus spricht, ist der relativ hohe Preis. Da muss eine alte Oma schon lange für stricken, um den ganzen Reiseabschnitt zusammenzusparen. Auch für Gutverdiener sind 5000 oder 6000€ nicht mal eben aufzubringen.

Wenn es uns möglich ist, würden wir auf jeden Fall wieder mit dem Schiff fahren.

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