TS Maxim Gorki 2004

Kreuzfahrt 2004 – Schottland, Island, Spitzbergen, Norwegen
vom 31.07.2004 bis 17.08.2004

letzte Aktualisierung: 19.09.2007

IngvergordenReykjavik AkureyriSpitzbergenNordkapHellesylt-GeirangerBergenAbfahrt BremerhavenAnkunft BremerhavenVorbeifahrt an Jan Mayen (Panoramafoto)

Zum besseren Verständnis habe ich eine Unterteilung des Reiseberichts in zwei Abschnitte vorgenommen. Im ersten wird das Schiff beschrieben, Besatzung, Personal und das ganze Drumherum. Im zweiten Abschnitt gehe ich dann mehr auf den eigentlichen Reiseverlauf ein. Zum Schluß gibt es einige technische Daten zur TS Maxim Gorki.

Kapitel zum Reisebericht

Fotogalerien

In hoher Auflösung (5,5MByte) können Sie die Ansicht hier öffnen!

Das Schiff

KabinenAußenkabine auf dem Saturndeck
PLUS: Geräumig, viel Stauraum, alle Kabinen mit Fernseher/Radio, Safe und Kühlschrank ausgestattet. Raumtemperatur ist über Thermostat gut regelbar, wenn man ein wenig Geduld mitbrachte.
MINUS: Betten stehen separat, Sauberkeit war nur befriedigend und hing stark vom Kabinenpersonal ab. Wäscheservice dauert mindestens 2 Tage, das machen andere Schiffe an einem Tag. Die kleinen Fläschchen mit Shampoo bzw. Duschgel oder Handtücher für den Pool wurden teilweise erst auf Nachfrage ergänzt. Bei der Bezahlung des Wäscheservices behielt die Stewardess das Wechselgeld (40Ct) einfach ein (selbstverständliches Trinkgeld?).

EssenBlick ins Restaurant See
PLUS: Es gibt den ganzen Tag immer irgendwo etwas zu essen. Die Vorsuppen und Desserts zu den Hauptmahlzeiten waren ausgezeichnet, die Hauptgerichte selbst von guter bis befriedigender Qualität. Zur Kaffee-/Teezeit konnte die hervorragende östereicherische Konditorin auch glänzen. Ihre Kuchen, Obstschnitten und Desserts sind unerreicht.
Der inkludierte Tischwein ist von guter Qualität, so dass man nicht unbedingt zusätzlich welchen kaufen musste.
Umfangreiches Weinangebot aus allen wichtigen Ländern.
MINUS: Deutschkenntnisse des Personals (insbesondere Barkellner) war teilweise zu gering. Dadurch war eine qualitative Weinberatung fast unmöglich. Auch waren die Barkellner oftmals nicht erreichbar. Außerdem nachteilig, dass kein Sommelier an Bord mitfährt.
Kurios: Nicht genug Besteckteile vorhanden, insbesondere fehlten Kaffeelöffel. Das hatte zur Folge, dass bei Bedarf Besteckteile von Nebentischen zusammengeklaubt wurden, u.U. mehrere Male hin und her. Außerdem wurden zwei verschiedene Besteckmodelle gemischt.

Unterhaltung (Shows)Folkloreteam
PLUS: Phönix hatte zumeist hochwertige Künstler engagiert. Besonders hervorzuheben ist die Sängerin aus Österreich mit Klassik und Operettenmelodien. Wieder sehr gute Folkloreshow der Besatzung. Ebenso die Show des Phönix -Bordreiseteams, das unter Einbeziehung der Zuschauer für einen sehr kurzweiligen Abend sorgte.
Die hier Erwähnten und einige andere waren wirklich sehr gut.
MINUS: -

Nicht gefallen hat uns die durchgeführte Tombola, ein Los kostete 5€ und die ausgelobten Gewinne waren alle unverkäuflichen Reste aus den Bordboutiquen. Was soll ein Mann mit einer Miederhose oder eine Frau die Konfektionsgröße 38 oder 40 hat, mit Strumpfhosen in Größe 46. Einzig die ersten beiden Preise, Schmuck von Swarowski war wirklich attraktiv.

Animation (Phönixteam)'Einarmige Banditen' auf der Kirmes
PLUS: umfangreiche Unterhaltungsprogramme an Seetagen, für jeden Geschmack etwas dabei.
Man konnte an verschiedenen Sportprogrammen, Bastelstunden (z.B. Serviettenfalten), Vorführungen (Obstschnitzen, Tischdekoration, Sprachkursen und Weiteres teilnehmen. Guter kompetenter Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka mit umfangreichem Wissen.
MINUS: Das Phönixpersonal war scheinbar unterbesetzt. An Seetagen waren es teilweise überfordert, man kann nicht parallel mehrere Veranstaltungen organisieren und durchführen. Das hatte zur Folge, dass auch schon mal die eine oder andere geplante Veranstaltung wegfiel. Außerdem sollte für die Kinder-/Jugendanimation geeignetes Personal eingesetzt werden, dass auch in der Lage ist, altersgerecht mit den Kiddies/Teenies umzugehen.
Weitere Phönix-Leute waren außerdem z.B. Fernsehstudio oder Bordreisebüro eingesetzt.
Leider ist der Kreuzfahrtdirektor nur schwer erreichbar. Man will ja nicht jedes Mal gleich einen Termin machen, wenn man sich nur bekannt machen und plaudern will. Ich hätte mir gewünscht, dass er, wie auf anderen Schiffen auch, in einem "offenen" Büro regelmäßig (3x2h die Woche) ansprechbar wäre.

Information
PLUS: Fernsehen mit deutschen Programmen in allen Kabinen. Zwei Kanäle mit Schiffsfernsehen, laufend Spielfilme, interne Informationen, Vorstellung der Ausflugsprogramme etc. Außerdem laufend zusätzliche Informationen über Bordanlage.
MINUS: Schiffszeitung gab es erst zum Ende der Reise nachdem verschiedentlich bei der Rezeption danach gefragt wurde.

Öffentliche RäumeBibliothek
PLUS: Die TS Maxim Gorki verfügt auf Grund ihrer Bauweise über eine Vielzahl kleinerer Räume, die zu Verweilen einladen. Das macht sie gemütlich und liebenswert. Relativ große Fenster gestatten einen schönen Ausblick.
MINUS: Da das Schiff schon etwas in die Jahre gekommen ist, fehlen ihm die modernen Aussichtsdecks mit den Panoramafenstern. Hier ist alles eine Nummer kleiner und altbackener. Das Interieur der Gesellschaftsräume bedarf teilweise einer gründlichen Erneuerung.
Auf Grund der Aufteilung der Räume leidet ein wenig die Übersichtlichkeit. Wer von ganz vorn nach achtern oder umgekehrt wollte, musste jedes Mal zwischen verschiedenen Decks wechseln.

Bezahlung
PLUS: Bezahlung, wie allgemein üblich, mit verschiedenen Kreditkarten oder in bar möglich. Getränkekosten werden bis zum Reiseende gesammelt und können dann zusammen bezahlt werden. Zwischendrin kann jederzeit im Abrechnungscenter die Zwischenabrechnung eingesehen werden.
MINUS: Es gibt keine Sammelrechnung für alles. Ausflüge müssen jeweils separat bezahlt werden. Serviceleistungen wie Wäschereinigung werden separat bezahlt usw.

ZusatzkostenBlick auf den Außenpool
PLUS: Moderate Getränkepreise, mit das Günstigste, was der Markt zu bieten hat! Ebenfalls günstige Preise für Waschen, Reinigen und Bügeln.
MINUS: Relativ hohe Ausflugskosten, auch da bieten andere Unternehmen zum Teil besseres Preis-Leistungsverhältnis. Die Artikel in den Boutiquen sind zwar hochwertig aber zum Teil nur unwesentlich günstiger, als an Land.
Trinkgeld: Laut Reiseunterlagen war ursprünglich von 2,50-4,00€ pro Person und Tag die Rede, während der Reise wurden in einer Bordfernsehinformation daraus plötzlich 8,00€ (je 4,00€ Kabinen- und Restaurantstewardess). Auch kann ein Trinkgeld doch wohl nicht so selbstverständlich sein, dass man sich dafür nicht mal bedanken muss!? So wie teilweise auf der Reise geschehen.

Sonstiges was auffiel
PLUS: Sehr gute Maitre de Hotel (Maritta), auch ihre Vertreterin (Inna), waren bemüht jeden Wunsch zu erfüllen, auch wenn er vom Personal vorher abschlägig beschieden war.
MINUS: Stewardess im Restaurant Odessa fiel beim Servieren ein voller Teller aus der Hand (kann passieren), aber das Essen, das dabei durch die Gegend spritzte, klebte nach zwei Tagen immer noch an der Holzverkleidung.
Warum wird das Abschiedsdinner am letzten Abend durchgeführt, wenn eigentlich alle ihre Taschen und Koffer gepackt haben. So muss man seine Festkleidung bis zum Schluß draußen lassen.

Zusammenfassung
Auch wenn es hier vielleicht nicht so aussieht, auf der Reise überwiegte doch das Positive. Eine Reise auf der Maxim Gorki ist durchaus zu empfehlen. Das Schiff braucht den direkten Vergleich auch mit neueren Einheiten nicht zu scheuen. Der unbestreitbare Vorteil der Maxim Gorki ist das gemütliche, traditionelle Flair, das es verbreitet. Wer dies mag, sollte hier auf jeden Fall buchen. Unbestreitbar günstig sind auch die Nebenkosten, von den Ausflügen und den Boutiquen mal abgesehen.
Viele Unstimmigkeiten könnten relativ leicht beseitigt werden, wenn das Verständnis dafür vorhanden wäre. Man hat aber den Eindruck, dass viele des mitfahrenden Servicepersonals (sowohl Kabine als auch Restaurant) schon zu lange auf dem einen Schiff sind und dadurch betriebsblind geworden sind (was mir auch von verschiedenen Passagieren bestätigt wurde) . Man möchte ihnen empfehlen doch einmal woanders Seeluft zu schnuppern. Das würde die Qualität deutlich anheben.

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Die Reise

Abreise Bremerhaven, 31.07.2004TS Maxim Gorki
Das etwas versteckt gelegene CCC (Columbus Cruise Center) war erst nach mehreren Umwegen zu finden. Wir reisten privat mit PKW an. Nach dem Passieren des Schlagbaums am CCC nahm ein Vertreter der Fa. Kühne&Nagel den Wagen in Empfang. Für 115€ war er hoffentlich gut aufgehoben. Ähnlich wie am Flughafen erfolgt anschließend das Einchecken im Terminal. Das gesamte Gepäck wird durchleuchtet. Diese neue Prozedur wird seit kurzem international gefordert. Auf der Gangway zum Schiff wurde von Bordfotografen das erste Foto gemacht. Dieses, und später weitere konnte man für 5€ erwerben. Im Eingangsbereich begrüßte der Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka persönlich seine Gäste. Anschließend wurden wir zu unseren Außenkabinen auf dem Saturndeck geführt.
Da die Gorki für uns neu war, gingen wir erst einmal daran, sie zu erkunden. Auffällig ist der breite Mittelgang, der sich auf den meisten Decks von vorn nach achtern durch das Schiff zieht. Davon gehen kleine schmale Quergänge seitlich ab, die in zwei bis zu sechs Kabinen münden (je nach Größe).
Unsere Kabinen hatten je eine Größe von 17 bzw. 18m², hatten große Schränke und weitere vielfältige Ablagemöglichkeiten. Das Bad ist sogar mit einer Badewanne ausgestattet.
Im ganzen wirkt die Einrichtung, wie auch das ganze Schiff ein wenig altbacken bzw. antiquiert. Es ist aber alles sehr gut gepflegt und erhalten, so dass man sich durchaus damit arrangieren kann, wenn man keine Ambitionen an ein Luxusschiff hat.

Für den ersten Tag blieb uns nur noch zwei Sachen zu tun, uns um die Tischreservierung zu kümmern und die ersten Ausflüge zu buchen. Alle Gäste des Saturndecks speisen eigentlich im Restaurant Crimea, leider war dann kein zusammenhängender Vierertisch mehr frei, so dass wir ins Restaurant Odessa umgebucht wurden, das einzige Restaurant auf der Gorki mit Fenster.
Nach dem Abendessen ließen wir den Abend bei Musik und Tanz in der Rossia-Lounge ausklingen.

Erster Seetag, 1.08.2004
7:30Uhr, Guten Morgen Maxim Gorki. Mit sanften Vogelgezwitscher wurden wir geweckt. Dies sollte die nächsten 16 Tage unser Weckruf werden. Heute machte uns Melanie, Mitglied des Kreuzfahrt-Reiseteams, mit dem anstehenden Programm dieses Tages vertraut. Dann hieß es, langsam aufstehen, frisch machen und frühstücken. Dieser erste Tag diente in erster Linie dazu, sich mit dem Schiff und seinen Einrichtungen vertraut zu machen. Wie immer, wenn man das erste Mal auf einen neuen Schiff ist, hat man anfangs Probleme, sich zu orientieren. All die Räumlichkeiten der TS Maxim Gorki machten einen sehr gepflegten Eindruck. Nur wenn man genauer hinsah, merkte man, dass einiges schon arg verschlissen war und einer Erneuerung bedurfte.
Es fällt auf, dass ein relativ großer Bereich für Raucher reserviert ist. Das stört auch im Restaurant ein wenig, denn die Raucher-Nichtraucher-Bereiche sind nur symbolisch voneinander getrennt, die Klimaanlage arbeitet aber sehr effektiv, so dass Belästigungen auf ein Minimum reduziert werden.Außenbereich mit Steuerbordnock
Der heutige Rettungsbootsalarm war eine Pflichtübung, an der jeder Passagier teilzunehmen hatte. Ansonsten gab es ein Diabetiker-Vegetarier-Treffen, einen ökumenischen Gottesdienst und einen Vortrag zu den Ausflugszielen auf dieser Reise.

Auf dem traditionellen Kapitänsempfang (mit Kapitän Nosko), auch der Kreuzfahrtdirektor begrüßte seine Gäste noch einmal persönlich, wurde die Schiffsführung und die Phönix-Bordreiseleitung vorgestellt. Anschließend gab es mit dem Galadinner den kulinarischen Höhepunkt des Tages.
Am Abend stellten sich die mitreisenden Künstler in einer ersten gemeinsamen Show vor. Von Zauberer, der gleichzeitig durch das Programm führte, einem Tanzballet, über Gesangsduo, bis hin zur klassischen Musik, war alles vertreten. Wir hatten später auf der Reise noch die Gelegenheit, die Künstler genauer kennenzulernen.

Invergorden (Schottland), 2.08.2004Cawdor Castle
Heute war frühes Aufstehen angesagt, denn bereits ab 07:30 Uhr begannen die Ausflüge. Unser gebuchter Ausflug hieß „Loch Ness und Cawdor Castle“ (Bildergalerie). Wie der Name schon vermuten ließ, wollten wir uns auf die Spuren von Nessie begeben. Leider hielt der Ausflug nicht, was er versprach. Als Ganztagsausflug ausgeschrieben, kostete er mit Lunchpaket 59€ pro Person. Was bekamen wir dafür geboten?Beauly Insgesamt drei Stunden Busfahrt durchs Land mit dürftigen Informationen, drei Fotostops in verschiedenen Orten mit insgesamt eineinhalb Stunden, eine Schloßbesichtigung, ebenfalls ohne Erklärung oder Führung. Als Höhepunkt der Tour: Loch Ness, ein ganz normaler See im schottischen Hochland gelegen. Das Einzige was mit Nessie in Verbindung zu bringen ist, sind die sich darum rankenden Legenden mit den daraus resultierenden Souveniershops, einer Ausstellung und einer (lebensgroßen?) Nessie-Nachbildung. Fazit: Mit dem Gebotenen sollte dieser Ausflug nicht mehr als 39€ kosten.Nessie

Nachmittags lief die Gorki dann wieder aus, Richtung Thorshavn (Farörer Inseln). Einige Veranstaltungen am Nachmittag verkürzten das Warten auf das Abendessen . U.a. wurden ein Russischsprach- und ein Tanzkurz angeboten, in der Bibliothek gab es Bücher zum Ausleihen und es wurde Bingo gespielt.
Nach dem Abendessen gestaltete Helmut Schmiedeberg seine Show im Musiksalon . Neben zauberhaften Kunststücken schaffte er es auch auf musikalische Art, sein Publikum mit Liedern rund um die Seefahrt zu begeistern.
Eine anschließende Black & White Party mit viel Wodka rundete den Abend ab.

Thorshavn (Faröer-Inseln), 3.08.2004Tendern in Thorshavn
Dadurch, dass das Schiff planmäßig erst mittags in Thorshavn eintreffen sollte, hatten wir den Vormittag zur Erholung und Entspannung. Um 12:00 Uhr wurde der Anker geworfen und die ersten Ausflügler konnten ausgebootet werden. Als wir eintrafen, umgab dicker Nebel die Insel, und das sollte sich auch nicht wesentlich ändern. Das Wetter erschwerte etwas das Tendern, so dass sich der ganze Vorgang für alle Passagiere zwei Stunden hinzog. Nachdem wir dann endlich an Land waren, zeigte sich schnell, dass wir zwischenzeitlich nicht viel versäumt hatten, das Interessanteste des Landgangs war das Übersetzen mit dem Tenderboot. So waren wir wieder schnell zurück an Bord. Um 21:00 Uhr verließen wir die dänischen Seegrenze und begaben uns auf den Weg nach Reykjavik.Thorshavn

Der Showhöhepunkt dieses Abends war ein Gesangsduo.

Wem dies nicht zusagte, der suchte sich eine andere Unterhaltung an Bord.

Zweiter Seetag, 4.08.2004
Die lange Überfahrt nach Island machte es möglich, einen weiteren Seetag entspannt zu genießen. Das Wetter hatte sich deutlich gebessert, so dass man sich am Pool sonnen konnte oder man ließ sich auf dem Achterdeck an der Neptunbar den Wind um die Ohren wehen. Jetzt fehlten nur noch ein paar Wale oder Delphine für die „Sehleute“.
Um 19:00 Uhr wurde das Abendessen serviert, das diesmal unter dem Motto “Skandinavische Küche“ stand. In der allabendlichen Show unterhielt die Sängerin Stefanie Kopinits mit hörenswerten Stücken aus Oper und Operette (sehr hohe Qualität).

Ab 21:00 Uhr konnte außerdem zu den Klängen der Bordband in der Rossia-Lounge oder in der Diskothek Captain's Club getanzt werden. Diese Möglichkeit bot sich einem jedenTag, die ganze Reise lang.

Reykjavik (Island), 5.08.2004Reykjavik
Heute erreichten wir die Hauptstadt Islands. Island hat nur ca. 280.000 Einwohner und bietet damit mehr Platz (8 Einw./km2), als Norwegen seinen Bürgern (11 Einw./km2). Die angebotenen Ausflüge sind alle empfehlenswert, man hat aber auch die Möglichkeit sich ein Taxi zum Festpreis zu mieten und kann damit die gleichen Touren unternehmen. Ab einer Personenzahl von Vier ist diese Variante preisgünstiger.
Ein besonderes Erlebnis ist ein Bad in der Blauen Lagune. Dort wird Atlantikwasser mit heißen Quellen erwärmt und mit Mineralen angereichert. Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr hindurch 35-38°C. Insbesondere für Leute mit Hautkrankheiten is dies eine interessante Sache.
Zwei weitere interessante Ausflüge sind zum einen eine Tagestour mit dem Jeep (6-8 Personen je Fahrzeug) ins Landesinnere, zum anderen kann man auch einen Zweitages-Ausflug buchen mit Übernachtung an Land. In dem SchlammquelleFall steigt man in Akureyri wieder auf das Schiff auf.

Dass Island zu den vulkanisch und tektonisch aktivsten Regionen der Welt gehört, dürfte vielen bekannt sein. Wer aber weiß schon, dass mitten durch Island der Kontinentalriss verläuft, der die amerikanische und eurasische Kontinentalplatte teilt. Damit vergrößert sich Island jedes Jahr um ca. 2cm in Ost -West-Richtung, was aber durch die Erosion an den Küsten weit gehend wieder aufgehoben wird. Aus geologischer Sicht gehört Island also sowohl zu Amerika als auch zu Europa.MS Albatros in Reykjavik

Auf dieser Reise hatten wir das Glück, dass zeitgleich die ‚neue’ MS Albatros mit im Hafen lag. Das bot uns die Gelegenheit, ihr einen Besuch abzustatten und ein paar Fotos zu machen. Diese Neuerwerbung von Phönix macht sowohl innen als auch außen einen sehr guten Eindruck. Im Vergleich mit der Maxim Gorki wirkt sie eine Spur eleganter und hochwertiger. Eine zukünftig geplante Reise wird auch die inneren Qualitäten offenbaren.

„Von Tango bis Kalinka“ hieß am Abend das Showprogramm des Showballetts Advance. Diese sehr gute Tanzshow begeisterte eine Stunde das Publikum.

Akureyri (Island), 6.08.2004Einfahrt Akureyri
Nachdem wir noch vor MS Albatros den Hafen von Reykjavik verlassen hatten, dauerte die Fahrt vom Südwesten Islands in den Norden 20 Stunden. Gegen 22:00 Uhr passierten wir bei guter Sicht den am südlichsten gelegenen Gletscher Snæfelljökull. Beeindruckend ist auch die Fahrt durch den Eyjafjörδur, ein Fjord, durch den Akureyri,die Hauptstadt des Nordens erreichbar ist. Wegen des zu großen Tiefganges konnte die TS Maxim Gorki nicht an der Pier festmachen. Auf Innenreede liegend traten wir gegen 14:00 Uhr mit dem Tenderboot unseren gebuchten Ausflug nach Myvatn und Godafoss an. Auch der Norden Islands hält viele landschaftliche und geologische Besonderheiten bereit. Erwähnenswert sind beispielsweise die stark nach Schwefel riechenden Schlammquellen, der Wasserfall Gottes (Godafoss) und nicht zuletzt die Geisire.
Außerdem gibt es einen zweistündigen Ausflug zur Insel Grimsey, die am Polarkreis liegt und von einer Vielfalt an Vögeln bewohnt wird. Mit Kosten von knapp 200€ pro Person (inkl. Flug) sollte man allerdings gut bei Kasse sein.Akureyri
Da die Ausflüge erst am späten Abend endeten, war für diesen Tag kein Abendprogramm geplant, so dass er bei Musik und Tanz in den verschiedenen Räumen ausklingen konnte. Um 21:00 Uhr verließen wir die Reede von Akureyri und nahmen Kurs auf Spitzbergen. Viereinhalb Stunden später hatten wir die Insel Grimsey Backbord querab und überquerten damit den nördlichen Polarkreis.

Dritter Seetag, 7.08.2004
Der heutige Samstag stand ganz im Zeichen der Bordunterhaltung. Um 11:00 Uhr kam, aus Anlass der Polarkreisüberquerung, Neptun mit seinem Gefolge an Bord der TS Maxim Gorki, um an den Staubgeborenen die Taufe zu vollziehen. Dieser sehr vergnügliche Vormittag wurde mit einem Glas Glühwein im Lido-Café abgerundet. Mit einer Urkunde zur erfolgten Polartaufe wurden die Passagiere für die erlittenen Strapazen belohnt.Polartaufe

Der Nachmittag und Abend standen ganz im Zeichen russischer Kultur und Gastronomie. Nach dem russischen Abendessen, das wie immer sehr gut vorbereitet war, fand im Musiksalon die russisch-ukrainische Folkloreshow der Besatzung statt. Alternativ gab es die Möglichkeit im Maxim-Theater einen Wiener Melodien-Abend zu genießen.Jan Mayen
Gegen 20:00 Uhr passierten wir die zu Norwegen gehörende Insel Jan Mayen. Wir hatten das Glück diese über 50km lange Insel mit dem 2207m hohen Beerenberg, der bis tief ins Tal von einem Gletscher bedeckt wird, bei guter Weitsicht zu erleben. Denn nur ganz wenige Tage im Jahr geben Nebel und Wolken den Blick auf die Insel frei. Hier geht’s zum Panoramafoto.

Vierter Seetag, 8.08.2004
Auch am Sonntag befanden wir uns weiter auf der Fahrt nach Spitzbergen. Dies war auch die letzte Change, einen Brief oder eine Karte zu schreiben, um ihn dann den Briefkasten des nördlichsten Postamtes der Welt, in Ny Ålesund, zu werfen. Wie immer an Seetagen liefen vormittags, nachmittags und abends Filme im Bordkino im Maxim Theater.Maxim Theater

Am heutigen Abend fanden für den jeweils anderen Teil der Passagiere noch einmal die Shows des Vortages stand, und um 22:00 Uhr hieß es auf zur Eisbärparty. Bekleidungsvorschlag war "schneeweiß", und wer dies einhielt, bekam von der Reiseleitung einen eisgekühlten Wodka spendiert. Die Auslegung, was weiß ist, wurde sehr großzügig gehandhabt, so dass praktisch niemand um den Wodka herum kam. Worauf ebenfalls nicht so streng geachtet wurde, war das zum Teil noch jugendliche Alter der Teilnehmer. Nicht nur zu dieser Veranstaltung, sondern auch über die gesamte Reise bekamen 15- und 16-jährige nahezu ohne Beanstandung Alkohol ausgeschenkt. Es lag also in der besonderen Verantwortung der Eltern bzw. Großeltern, dass gewisse Regeln eingehalten wurden.

Ny Ålesund, Magdalenenfjord auf Spitzbergen (Norwegen), 9.08.2004Magdalenenfjord
Zur Mitte der Reise erreichten wir endlich Spitzbergen. Dies war ein Höhepunkt, auf den wir uns schon lange vorher gefreut hatten und woran wir auch sehr hohe Erwartungen knöpften. Um es vorweg zu nehmen, es war wunderbar. Wir hatten ausgesprochenes Glück mit dem Wetter und konnten die karge Landschaft mit den vielen „spitzen“ Bergen und riesigen Gletschern in aller Schönheit bewundern.
Abends trafen wir im Magdalenenfjord ein. Nachdem die dort beschäftigten Polarbearwatcher grünes Licht für Landgang gegeben hatten, konnten wir mit Tenderbooten zur dortigen Gräberinsel übersetzen. Die eigentliche Halbinsel wurde nach den Gräbern früherer Walfänger benannt. Ny AlesundMittlerweile wird ein Besuch dieser Insel sehr restriktiv behandelt. Das Gleichgewicht der Natur darf auf keinen Fall gestört werden, und bei Eisbärenbesuch bleibt die Insel aus Sicherheitsgründen tabu.
Eine zünftige Party an der Eisbärbar rundete den Tag ab. Einige Besatzungsmitglieder und Passagiere ließen es sich nicht nehmen, in dem 3°C kalten Wasser zu baden.Die nördlichste Boutique
An Bord wurden anschließend Drinks mit original zehntausendjahrem altem Gletschereis serviert.
Die Sonne schien nun schon den dritten Tag durchgehend, so dass man langsam die Tageszeiten durcheinander bekam. Um 23:00 Uhr machte sich das Schiff wieder auf die Reise.

Vierter Seetag, 10.08.2004
Lilljehöökfjord auf Spitzbergen
Auch der Dienstag stand noch einmal im Zeichen von Spitzbergen Am Vormittag fuhr das TS Maxim Gorki in den Isfjorden (Eisfjord) ein und passierte erst Lonyearbyen und 28sm weiter die russische Enklave Barentsburg. Die Kreuzfahrtleitung lieferte parallel dazu stets ausführliche Hinweise, so dass man immer gut informiert war.

ParfümerieDie Seetage boten auch immer Gelegenheit über das Promenadendeck zu wandeln und vielleicht das eine oder andere in den Boutiquen zu erstehen. Das Angebot war meistens sehr hochwertig, man musste aber schon eine Menge Geld übrig haben, denn angesichts der Zollfreiheit der angebotenen Garderobe, waren die hohen Preise nicht erklärbar. Damen- und HerrenboutiqueEinzig in der Schmuck-/Uhrenboutique und in der Parfümerie ließen sich ein paar Euro sparen. Kurios in diesem Zusammenhang ist, dass die angebotene Damenbekleidung fast durchgehend erst ab Konfektionsgröße 42 verfügbar war. Wie die Verkäuferin mitteilte, bestand nach kleineren Größen kaum Nachfrage. Nun kann man trefflich Vermutungen über den Zusammenhang von Kreuzfahrten und Übergewicht, gepaart mit dem durchschnittlichen Reisealter der Passagiere, anstellen.
Fakt ist, wer sich mit Größe 38 etwas Passendes kaufen wollte, musste die Kreuzfahrt nutzen, um in die Größe 42 (oder höher) „hineinzuwachsen“).

Der Dienstagabend war auch der Tag, an dem die Besatzungsmitglieder die öffentlichen Räume auf der Gorki nutzen durfte. Da kam dann schon mal das eine oder andere Gespräch oder ein Tänzchen mit der Stewardess in Gange. Zuvor wurde im Musik Salon unter wesentlicher Mitwirkung der Passagiere zur Unterhaltung wieder eine Spieleshow veranstaltet. Durch den Abend führte Thomas, der als Mitglied des Phönixteams einen großen Anteil am Gelingen der Reise hatte.

Honningsvåg (Norwegen), 11.08.2004Wolgabar
Am Mittwoch befanden wir uns tagsüber auf der Überfahrt zum Nordkap. Wie geplant, erreichten wir 20:30 Uhr die Hafenstadt Honnigsvåg. Mit den bereitstehenden Bussen wurden die Landgänger zum Nordkap hoch gefahren. Wettermäßig hatten wir diesmal nicht so viel Glück. Nach ca. 40 min. Fahrt zeichnete sich ab, dass wir wohl nicht all zu viel sehen wurden. Gegen den mehrere Meter großen Globus auf dem Kap sind wir in dem Nebel nur deswegen nicht gelaufen, weil er beleuchtet war. Empfehlenswert ist ein Besuch des Panoramakinos. Ein ca. 20-minütiger Naturfilm über das Nordkap und seine Umgebung, Flora und Fauna über und unter Wasser während der verschiedenen Jahreszeiten gaben einen interessanten Einblick, wie schön es im hohen Norden von Norwegen sein kann, wenn nicht gerade dichter Nebel alles einhüllt.

Außenbereich auf TS Maxim GorkiDer Vor- und Nachmittag standen im Zeichen der Entspannung. Wer wollte, besuchte einen Dia-Vortrag zum Thema Nordkap, Mitternachtssonne und Fjorde oder badete im beheizten Pool oder betätigte sich anderweitig. Im Restaurant Odessa gab es vom Maitre de Hotel einen kleinen Exkurs zum Thema Tischdekoration. Hier ein paar inspirierende Bilder!

Nach der Rückkehr vom Nordkap konnte man dann noch bei Musik und Tanz entspannen. Für die Hungrigen gab es Erbseneintopf oder Spaghetti.

Fünfter Seetag, 12.08.2004
Auf der Fahrt vom Nordkap nach Hellesylt/Geiranger (Norwegen) war wieder ein Seetag fällig. Heute konnten die ersten 45min des Reisevideos des Bordfilmstudios angesehen werden. Wer wollte konnte den Film, wahlweise auf DVD oder VHS -Kassette, zum Preis von 125,00€ bestellen, ein nicht ganz billiges Vergnügen. Fotos in der Größe 10x15 gab es die ganze Reise über zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten. Dafür waren jeweils 5,00€ fällig, im Vergleich mit anderen Schiffen nicht ganz so teuer.

In diesem Zusammenhang kann generell über die Zusatzkosten, die auf einem Kreuzfahrtschiff entstehen, gesprochen werden.
Auf TS Maxim Gorki sind die Nebenkosten (außer Ausflüge) sehr moderat. Alkoholfreie Getränke schlugen mit 1,45€ je 0 ,33ltr. zu Buche, ein Liter Mineralwasser kostete 1,90€, Bier vom Fass (Holsten) 1,40€ (0,2ltr.) bzw. 2,15E (0,4ltr.). Verschiedene Sorten Flaschenbier kosteten 1,90€ (0,33ltr.). Cocktails, Longdrinks und alkoholische/alkoholfreie Mixgetränke kosteten in der Regel zwischen 2,30€ und 3,65€. Daneben gab es regelmäßig Happy Hours, die diese Preise noch einmal reduzierten.Hellesylt
Zu den Endpreisen wurde am Ende der Reise noch die Servicegebühr in Höhe von 7% gerechnet.
Auch die Reinigungs-, Wasch- und Bügelkosten bewegten sich in einem Bereich, der meistens deutlich unter den Kosten einer Reinigung zu Hause liegt.
Die Abrechnung der Arztkosten (so man einen brauchte) erfolgte nach Gebührenordnung für Ärzte in Deutschland. An Bord fuhren mit: ein Zahnarzt, ein Internist und ein Chirurg. Es ist empfehlenswert eine Auslandreisekrankenversicherung abzuschließen, denn Behandlungskosten müssen noch vor Reiseende vom Patienten beglichen werden. Mit Versicherung kann man anschließend die Kosten geltend machen.
Wirklich teuer werden immer mehr die Ausflüge. Hier hat man den Eindruck, dass diese Kosten Jahr für Jahr überproportional steigen. Wenn man, so wie wir, mit vier Personen eine Reise antritt, fallen die Ausflugskosten gewaltig ins Gewicht. Da muss man sich schon sehr genau überlegen, welchen der Ausflüge man buchen sollte, oder ob vielleicht besser ein individueller Landgang angesagt ist.

Der Abend gehörte ganz dem Galabüfett. Die Küchencrew hatte Köstlichkeiten aus dem Meer, Fleisch- und Geflügelgerichte, Salate, Kuchen und Desserts in den Restaurants Odessa und Crimea dekorativ arrangiert. Nachdem 20min Zeit zum Fotografieren war, wurde in zwei gleich großen Sitzungen zum Essen gebeten. Wie hinterher zu hören war, war die erste Sitzung nicht nur deutlich überfüllt, einige Passagiere sollen auch zweimal beim Essen gesehen worden sein.

In der anschließenden Galashow servierten die Künstler einen schwungvollen Unterhaltungscocktail aus Musik, Gesang, Magie, Humor und Tanz.

Sechster Seetag, 13.08.2004
Wegen der großen Entfernung konnte man an einem weiteren Tag auf See entspannen und die Seele baumeln lassen. Vom Phönixteam und den mitreisenden Künstlern wurde eine Kirmes mit Bazar organisiert, die ein voller Erfolg waren.
Um auch zu Hause einmal etwas Besonderes gestalten zu können, gab es für Interessierte eine Vorstellung in Obst- und Gemüseschnitzereien und in Patisserie-Dekoration.
Außerdem konnten die Passagiere in einem Duty-Free-Verkauf ihre Vorräte an Zigaretten und Alkoholika auffüllen. Die Preisdifferenz gerade bei Zigaretten ließ auch viele Nichtraucher zugreifen, vielleicht als Mitbringsel für daheim.
Bei der abendlichen Show trat nun auch Chris Christian, ein Spezialist für verschiedene Blasinstrumente, auf. Besonders virtuos beherrscht er die Trompete und seine Panflöte.

Hellesylt/Geiranger (Norwegen), 14.08.2004Einfahrt Geirangerfjord
Um 9:00 Uhr morgens erreichte das Schiff Hellesylt. Hier gab es nur einen kurzen Stop auf Innenreede, um die Ausflugsgäste für die Wanderung und den Ganztagsausflug auszubooten. Anschließend fuhr die Gorki in den Geirangerfjord ein. Auch dies ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, gilt doch der Geirangerfjord als einer der schönsten Fjorde Norwegenss. Ebenso wie in Hellesylt wird auch in Geiranger getendert. Die Ausflüge von hier oder von Hellesylt sind alle lohnenswert, solange das Wetter mitspielt. Höhepunkt ist dann meist die Fahrt auf den Dalsnibba, von dem aus man einen herrlichen Blick in die Umgebung und runter in den Geirangerfjord hat.
Blick vom Dalsnibba auf den GeirangerfjordWer gut zu Fuß ist, sollte auf jeden Fall die Wanderung von Hellesylt über das Flogebirge buchen. Nur so kann man die Natur wirklich zum Greifen nah erleben. Auch dieser Ausflug wird immer in Verbindung mit dem Dalsnibba angeboten.
Um 16:30 Uhr fuhr das letzte Tenderboot von Land zum Schiff, 30min später lichtete die Gorki den Anker und begann ihre Fahrt zum letzten Hafen dieser Reise, nach Bergen.

Nach einem reichlichen Abendessen (deutsch-österreicherische Spezialitäten) unterhielten die Teenies (und jünger) dieser Reise die Gäste der Maxim Gorki mit einer einstudierten Show. In Anbetracht der Kürze der Zeit legten sie ein sehr professionelles Ergebnis auf die Bühne.

Bergen (Norwegen), 15.08.2004Fischmarkt in Bergen
Schon um 8:00Uhr machte die TS Maxim Gorki am Skoltegrunnskaien fest. Als erstes verließen wieder die Ausflugsteilnehmer in festgelegter Reihenfolge das Schiff, um einen der gebuchten Ausflüge zu beginnen. Bergen ist aber auch eine Stadt, die man ohne weiteres zu Fuß erkunden kann. Von hier waren es nur 15 Gehminuten, um in die Stadt zu kommen. FlöibanenAuf den Weg dorthin passiert man Bryggen, ein Stadtteil mit einer Reihe gut erhaltener Fachwerkhäuser aus der Zeit als Bergen noch Hansestadt war. Die zweitgrößte norwegische Stadt (230.000 Einwohner) bietet noch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten. Erwähnt sei hier der allseits bekannte Fischmarkt, das Bryggen- und Fischereimuseum oder verschiedene Kunstsammlungen, z.B. von Edvard Munch.Blick auf den Hafen
Von dem nahegelegenen Fløien hat man einen wunderschönen Ausblick über die ganze Stadt. Die TS Maxim Gorki liegt wie ein Spielzeug weit entfernt an der Kreuzfahrtpier. Auf den Fløien gelangt man mit der Fløibahn, einer Zahnradbahn die den Fahrgast für 60NOK (7,50€) in sieben Minuten auf den Fløiberg hinauf bringt.

Den Abend konnten die Gäste bei einer Show mit der Showband Labyrinth verbringen, oder wer wollte nutzte die Zeit, um noch einmal einen Spaziergang zu unternehmen, denn die Gorki verließ erst um 24:00 Uhr den Hafen.

Letzter Seetag, 16.08.2004
Dieser siebente Seetag war schon geprägt von Abreisestimmung. Heute mussten die Getränkerechnungen beglichen, die Koffer gepackt und die Reisepässe abgeholt werden.Rossia Lounge
Der Tag hielt aber auch noch einige Höhepunkte bereit. Vormittags war Premiere des fertigen Kreuzfahrtvideos. Wer wollte konnte sich auch noch ein Exemplar sichern.
Auch war noch einmal die Gelegenheit, die Russischkenntnisse aufzubessern oder ein paar Tanzschritte einzuüben. Im Club Shiguli wurden alle Sieger der verschiedenen Wettkämpfe, angefangen mit Tischtennis-, Basketball-, Fußballturnier, dem Shuffleboardturnier bis hin zum Skatturnier mit einer Medaille und einem Glas Sekt geehrt.

Musik SalonDer Abend diente ganz dem Abschied. Es war noch einmal Gelegenheit, das Abendkleid und den Smoking bereitzulegen, denn um 19:30 Uhr begann das festliche Abschiedsdinner. Das Küchenpersonal zauberte noch einmal kulinarische Köstlichkeiten auf die Tische der Gäste. Der traditionelle Höhepunkt auch auf diesem Schiff ist die Parade mit Eistorten und Wunderkerzen, hier „Baked Alaska“ genannt.
Die mitreisenden Künstler gaben anschließend auf der Showbühne im Musiksalon noch einmal ihr Bestes, um beim Publikum in guter Erinnerung zu bleiben. Der Abend klang bei Champagner und Appetithäppchen in der Rossia-Lounge aus.

Ein kleiner Kritikpunkt sei an dieser Stelle erlaubt. Es zeugt nicht gerade von Geschick, das Abschiedsdinner auf den letzten Abend zu legen, wenn die Gäste eigentlich ihre Koffer und Taschen schon alle fertig gepackt haben.

Ankunft Bremerhaven, 17.08.2004
Nach 5.039sm (entspricht 9.332km) erreichte TS Maxim Gorki wieder ihren Ausgangspunkt. Wenn man der Statistik des Zahlmeisters der Maxim Gorki Glauben schenken darf, haben ca. 600 Passagiere folgende Mengen verbraucht:Abschiedsdinner mit Rassia und Alexandra
Durchschnittlich hat jeder Passagier 4,4kg Fisch, 9,7kg Fleisch, 26,8kg Gemüse, 29kg Obst, 2,75ltr. Speiseeis, fast 44 Eier und mehr als 60 Stücke Kuchen verspeist, in 17 Tagen!
Der Getränkeverbrauch ist noch beeindruckender: 4,25ltr. Rotwein, 3,7ltr. Weißwein, 0,625ltr. Wodka, 4,25itr. Fassbier und 6 Flaschen Bier sind pro Person durch die Kehlen geflossen.

Die meisten Gäste nahmen mit Wehmut Abschied von der TS Maxim Gorki und ihrer Besatzung.

Resümee
Dem Phönixteam ist es gelungen eine sehr interessante Reisse zusammenzustellen. Wenn man das Glück hat, dass auch noch das Wetter mitspielt, gehört diese Reiseroute mit zu den schönsten die auf dem Kreuzfahrtmarkt angeboten werden.
Die Größe der TS Maxim Gorki, die Besatzung und das Servicepersonal lassen schnell ein allgemeines Wohlfühlklima an Bord aufkommen. Man hat wirklich das Gefühl an Bord willkommen zu sein. Auf diesem klassischen Kreuzfahrtschiff kann man noch Kreuzfahrten im herkömmlichen Sinne erleben. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl sich in der Menge wie verloren vorzukommen, wie es z.B auf einem der größeren Einheiten mit der Club-Hotel-Atmosphäre und den Free-Style-Crusing-Konzepten passieren kann.
Das Schiff selbst bietet mit seinem vibrationsarmen Turbineantrieb eine ausgesprochen ruhige Form des Reisens, vermittelt dem Gast aber trotzdem das Gefühl sich auf dem Wasser fortzubewegen.

Wenn Zeitpunkt und Reiseroute passen, wird die TS Maxim Gorki in Zukunft immer ganz oben auf der Auswahlliste stehen, wenn es darum geht, eine neue Reise vorzubereiten.

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Allgemeine und Technische Daten TS Maxim Gorki

Gebaut: 1969 in Hamburg Blohm & Voss
Kategorie 3 Sterne plus. Renoviert 1995, 1998, 1999 und 2000.
Schiff fährt unter der Flagge von den Bahamas.

Allgemeine Angaben:
Crew 340, international (zumeist russisch/ukrainisch, Küchenpersonal oft deutsch/östereichisch
Bordsprache deutsch
Währung: EURO, EC- und Kreditkarten werden akzeptiert.

Technische Daten:
Länge über alles: 195m
Breite: 27m
Tiefgang max: 8,5m
Größe: 25.000BRT
Reisegeschwindigkeit: ca. 17-20kn (sm/h)
Schiff ist ausgerüstet mit Stabilisatoren von AEG-Denny Brown und Bugstrahlruder.
Bordspannung 220V.

Maschinenraum:
Antrieb: vibrationsarmer Turbinenantrieb, bestehend aus zwei Turbinen die über Getriebe auf zwei Propeller wirken mit einer Leistung von 23.000 PS

Brücke:
Positionsbestimmung: GPS (Satellitennavigationssystem) mit gekoppelten elektronischen Seekarten.
Funk: Satellitentelefonanlage und Internetanbindung über Satellit

Kabinen:
Außen- und Innenkabinen für max. 820 Passagiere, verteilt auf vier Decks (bei Phoenix max. 630 Passagiere)
Ausstattung:
Klimaanlage, Satelliten-TV incl. Bordfernsehen, Bordradio, Telefon, Safe, Fön

Sport, Fitness und Wellness:
Fitnessstudio auf dem Lido-Deck , Wellness-Bereich mit Massage und Sauna, medizinische Bäder, Solarium (alle gegen Gebühr) und dem Innenpool auf dem Sauna-Deck.
Friseur und Beauty-Salon befinden sich auf dem Promenaden-Deck . Im hinteren Teil finden sich Tischtennisplatten und Tischfussballspiele.
Vom Sonnen-Deck aus erreicht man das Sport-Deck, das durch eine Netzsicherung besonders für Ballspiele geeignet ist.
Das Sonnen-Deck selbst beinhaltet den beheizten Außenpool sowie genügend Platz für Liegestühle. Für die „faulen“ Passagiere gibt es das Lidocafé mit Bufett für Frühstück und Mittag. Achtern befindet sich noch eine zusätzliche Decksbar.

Öffentliche Einrichtungen (Kurzaufzählung):
Sauna-Deck – Sauna, Massageräume, Innenpool, medizinische Bäder
Restaurant-Deck – Restaurant Crimea, Restaurant See
Neptun-Deck – Restaurant Odessa, Kabinen
Saturn-Deck – Foyer, Rezeption, Bordreisebüro, Kabinen
Orion-Deck – Kabinen
Promenaden-Deck – Neptun-Bar, Maxim-Theater; Ladengalerie mit Boutique, Schmuck-Shop, Friseur, Kosmetik und Foto-Shop;
Gallerie mit Wintergärten (Raucher/Nichtraucher, Wolga-Bar, Bibliothek, Zhiguli-Club und Musik-Salon; Kabinen
Lido-Deck – Kapelle, Fitnessstudio, Konferenzraum, Captain’s Club (Diskothek) und Rossia-Lounge
Sonnen-Deck – mit Sport-Deck, Decksbar, Swimmingpool und Lido-Café

Besonderheiten: Eine Tischzeit für alle Passagiere. Die Aufteilung in den drei Restaurants erfolgt entsprechend der Kabinenbelegung. Das Essen ist in allen Restaurant das gleiche.
Die Decks sind durch insgesamt vier Aufzüge miteinander verbunden, wobei einer (stb vorn) bis zum Sauna-Deck runter fährt.

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